Nur noch einmal schlafen

Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich auf die 4 freien Tage freue! Ich fühle mich sehr erholungsbedürftig, abgespannt, überarbeitet und ganz allgemein frustriert.

Paddeln mit zelten in Mecklenburg ist für mich immer auch eine Zeitreise zurück in meine Kindheit. Die ersten 10 Jahre meines Lebens haben wir jedes Jahr drei Wochen auf immer dem selben Zeltplatz am Leppinsee verbracht. Vollgepacktes Auto, Anhänger und ab Gransee fühlte es sich an wie Ferien. Irgendwann kannten meine Brüder und ich jede Bahnschranke auf dem Weg, an einem Bäcker haben wir immer Schillerlocken gekauft, kurz vor der der Ankunft noch Blaubeeren gesammelt. Und dann drei Wochen lang im Wald rumstromern, baden, paddeln, Pilze sammeln und angeln. Wenn der Fang gut war, dann gab es Fischbouletten.  Raus aus der Stadt. Immer draußen, immer dreckig.

Der Rucksack jedenfalls ist fast fertig gepackt, die letzte Abstimmung mit dem Chef a.k.a. McGyver ist auch erfolgt („Soll ich Besteck einpacken oder nimmst Du das mit?“), Kameraakkus sind geladen, Speicherkarte ist jungfräulich und dann ist er nur noch eine kurze Nacht und ein Arbeitstag entfernt, der Kurzurlaub. „15:50 Uhr ab Gesundbrunnen.“

Wie vorfreudig werde ich wohl erst im Oktober sein, wenn es um den „richtigen“ Urlaub geht?