Geschenke und gute Wünsche

Als wir heute morgen in Singapur aufwachten regnete es. Es regnete auch noch als wir nach dem Frühstück zur U-Bahn liefen und auch noch als wir am Flughafen ankamen. Zu diesem Zeitpunkt konnte uns das aber egal sein, denn wir waren ja unterwegs nach Phnom Penh und in Kambodscha ist es um diese Jahreszeit sehr, sehr trocken.

Bevor es nach Kambodscha ging mussten wir am Flughafen erstmal einchecken und unser Gepäck aufgeben. Bei Jetstar („unserer“ Fluggesellschaft) in Singapur macht der Kunde das alles komplett selbst am Automaten, also nicht nur einchecken und Bordkarte ausdrucken, sondern auch den Gepäckaufkleber drucken und befestigen und das Gepäck aufs Laufband legen – der komplette Prozess läuft ohne Personal ab. Und ja, man kann sich dabei auch doof anstellen und dann ist das aufregender als gedacht.

Immerhin gab es ein Geschenk – schließlich ist morgen Chinesisches Neujahr und da gibt es Geschenke, in diesem Fall Süßigkeiten. Da ein großer Teil der Einwohner Singapurs chinesischer Abstammung ist, ist das chinesische Neujahr eine große Sache und die halbe Stadt ist geschmückt.

Der Teppich am Flughafen Singapur hat übrigens einen gewissen Wiedererkennungswert:

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Im Flugzeug gab es dann wegen Neujahr wieder Süßigkeiten. Und viele gute Wünsche zum Neuen Jahr.

Jetstar ist eine australische Billigfluggesellschaft, d.h. genau wie bei EasyJet und Ryan Air gibt es auf den Flügen keine kostenlosen Getränke, geschweige denn etwas zu essen. Deshalb hatten wir uns schon darauf eingestellt für viel Geld Wasser zu kaufen (denn schließlich soll man ja viel trinken). Aber erstmal ging es mit Geschenken weiter.

Wir hatten unsere bei Emirates gesammelten Meilen für diesen Flug eingelöst und offenbar war das der Grund, warum wir plötzlich eine Decke geschenkt bekamen (und alle anderen nicht). Und dann eine Tasche mit Handcreme, Schlafbrille, Socken und noch ein paar Kleinigkeiten.

Als nächstes brachte uns die Stewardess dann auch noch Wasser, einen Schokoriegel und etwas warmes zu Essen. Nicht schlecht für einen quasi kostenlosen Flug.

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Geschenke

Die zwei Stunden Flugzeit waren dann schnell um und wir landeten in Phnom Penh. Wir brauchten noch ein Visum, das wir aber zügig und unkompliziert bekommen haben. Im Prinzip zahlt man einfach Eintritt für das Land und als Eintrittskarte bekommt man einen bunten Aufkleber in den Pass geklebt. Ich frage mich bloß, was die mit den Passbildern machen, die man dafür abgeben muss. Zumal im nächsten Schritt, bei der offiziellen Einreise, ein Foto von einem gemacht wird.

Der Flughafen von Phnom Penh ist klein und hat wenige Passagiere und so ging das alles ganz schnell und wir saßen dann mit unserem Gepäck in einem Tuktuk Richtung 172. Straße. Dort hatten wir (in einem anderen Guesthouse) auch vor 2 Jahren übernachtet.

Ich hatte ein bisschen Angst davor, dass ich Kambodscha jetzt beim zweiten Besuch nicht mehr so aufregend / spannend / freundlich / toll finden würde und ich in meiner Erinnerung alles ein bisschen verklärt hatte. Die Angst war unbegründet. Phnom Penh ist genau so chaotisch / reizend / aufregend wie es 2014 war und wir freuen uns einfach wieder hier zu sein.

Ein Spaziergang durch die Stadt zeigte dann auch, dass sich in zwei Jahren einiges verändern kann und das Gesamtbild trotzdem noch vertraut ist. Jedenfalls freue ich mich schon auf die nächsten Stopps dieser Reise, bekannte und unbekannte.

Heute Abend waren wir dann erstmal was essen (während unser Essen gestern pro Person inkl. Wasser 70 € pro Person kostete, habe ich heute inklusive 2 Bier 5€ bezahlt. Der Chef hat es krachen lassen und kam auf 7€).

Nachtisch gab es dann in Form von Kokoseis mit Erdnüssen und Mais auf dem Nachtmarkt. Dort gab es dann anläßlich des chinesischen Neujahrs auch Musikprogramm – junge Männer sangen voller Inbrunst kambodschanische Liebeslieder (nehme ich an).

Im März findet dann noch das Khmer Neujahr statt – ich glaube die Menschen feiern einfach gern und warum nicht 3 Mal pro Jahr Neujahr feiern?

Der Chef und ich feiern jetzt jedenfalls unseren Urlaub bei Anchor Bier im Café vor unserem Hotel und hoffen, dass der Süßigkeitenverkäufer mit seinem blauen Fahrrad noch vorbeikommt.

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