Der Deutschen zweitliebste Insel 

Ich habe geschlafen wie ein Stein und wunderte mich beim Aufwachen über ziemlich laute Geräusche von (vielen) Vögeln. 

Ich bin ja nicht so die große Frühstückerin und in Asien ist man ja durchaus mit ungewohnten Frühstückstraditionen konfrontiert, aber das Essen hier war ganz lecker und habe gelernt, dass man sich morgens durchaus auch Currypaste auf’s Brot schmieren kann. 

Wir hatten Negombo nicht wegen der vielen Sehenswürdigkeiten als Startpunkt unserer Sri-Lanka-Reise ausgewählt, sondern wegen der Nähe zum Flughafen. Eine von insgesamt vier Sehenswürdigkeiten im Ort ist laut Reiseführer der Fischmarkt. Dorthin machten wir uns dann bei strahlendem Sonnenschein (und brütender Hitze) auf den Weg. Unterwegs sprach uns der Koch aus dem Restaurant, in dem wir gestern Abend gegessen hatten an und freute sich offenbar uns zu treffen. Er wollte auch zum Fischmarkt (um dort Fisch für das Restaurant zu kaufen), wir könnten ja zusammen gehen. Er wollte gern sein Deutsch verbessern, was für einen zahnlosen älteren Herren in Südasien wirklich recht gut war. 

Wir spazierten also durch Negombo und ließen uns den Fisch auf dem Markt erklären, als er kurz verschwand, uns aber bedeutete zu warten. Wir machten dann erstmal ein paar Fotos von trocknendem Fisch. 

Der Koch kam zurück und drückte mir einen Beutel mit vier verschiedenen Gewürzen in die Hand. Offenbar soll ich zu Hause Curry kochen und habe nun die wichtigsten Zutaten dazu, die ich nirgends sonst in so guter Qualität erhalten würde. Hoffen wir mal, dass das stimmt, denn die Gewürze stellten sich später als ziemlich teuer heraus… Nun ja, immerhin gab es eine Stadtführung und eine Kochanleitung dazu. 

Schon ging es weiter zur nächsten Sehenswürdigkeit, dem sogenannten „Dutch Canal“. Da war es ganz schön. 

Zum Abschluss tranken wir noch einen Saft zusammen und dann ging der Koch einkaufen und wir zum Geldautomaten. 

In der Zwischenzeit fing es an zu regnen, was ein guter Grund für ein Mittagsschläfchen war. Außerdem hatten wir an einem Vormittag ja schon die Hälfte aller Sehenswürdigkeiten besichtigt. 

Nach dem Nickerchen tranken wir dann Tee mit den Besitzern des Guesthouses bevor wir uns aufmachten noch den Rest des Ortes zu erkunden. Viel war das nicht und es regnete wieder, so dass wir dann bald essen gingen. 

In Negombo gibt ed übrigens viele Katholiken und überall findet man kleine Schreine und große Kirchen. 

Schon im Flugzeug von Dubai nach Colombo gestern waren recht viele Deutsche und dass wir von allen möglichen Leuten auf der Straße auf Deutsch angesprochen wurden, ließ auch vermuten, dass wir hier auf Landsleute treffen würden. Zumal selbst die Ayurveda-Anwendungen teilweise auf Deutsch beworben wurden. Vermutlich gibt es auf Inseln wie Kreta oder Sardinen noch ein paar mehr deutsche Touristen, aber als Überschrift macht „Der Deutschen achtliebste Insel“ nicht soviel her. Insofern wunderten wir uns dann nicht mehr über viele deutsche Gäste an den Nachbartischen. 
Zum Ausklang gab es noch zwei Feierabendbierchen. 

Morgen geht es dann mit dem Bus nach Kandy ins Hochland von Sri Lanka. Und wenn ihr diesbezüglich an meinem Ohrwurm teilhaben möchtet, dann startet das folgende Video (sonst nicht). 

2 Gedanken zu „Der Deutschen zweitliebste Insel 

  1. Hallo Urlauber,
    schön, daß es Euch gut geht. Schreibe mal, wenn die Einwohner in Kandy wie „Candy“ rumlaufen. Schone Weiterfahrt
    Mummy

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