Luxusprobleme

Vor vier Tagen wurden wir von einem unsagbar freundlichen Mitarbeiter unseres Hotels in Tissa in den Bus gesetzt und seitdem „arbeiten“ wir uns in kleinen Schritten die Südküste Sri Lankas entlang. Wobei „arbeiten“ – selbst in Anführungszeichen – wohl nicht die richtige Bezeichnung ist. 
Wenn es im Bus nicht voll und die Fahrt nicht so lang ist, dann ist Bus fahren übrigens recht entspannt (und vor allem spottbillig). 

Mit den ganzen Abbildungen von Gottheiten im Bus und kurzen Stopps bei kleinen Schreinen zum beten kann eigentlich nicht viel schief gehen im Straßenverkehr. Keine Ahnung, warum ich den Fahrern immer wieder eine gewisse Todessehnsucht unterstelle. 

Zwei Tage haben wir dann in der Nähe von Tangalle verbracht. Einen ganz kurzen Spaziergang vom breiten Sandstrand entfernt. 

Der indische Ozean hat hier ganz schön Wumms, so dass Schwimmen nicht so richtig möglich ist, jedenfalls nicht hier. Übrigens ist der Sand tagsüber so heiß, dass man (bzw. ich) barfuß darauf nicht laufen kann. Siehe Überschrift. 

Alle vier Zimmer unserer Unterkunft waren von Deutschen belegt… Soviel wie hier habe ich mich schon lange nicht mehr mit fremden Landsleuten unterhalten. Allerdings beginnen solche Gespräche ja immer gleich (Wie lange seid ihr schon hier? Wo kommt ihr jetzt / grundsätzlich her? Wie lange bleibt ihr noch in Sri Lanka?), das ich ist mittlerweile eher langweilig. 

Es gibt ja durchaus auch Touristen aus anderen Ländern hier – keine Ahnung ob Booking.com was damit zu tun hat, dass wir überproportional viele Deutsche hier treffen. 

Apropos Booking.com – falls eine oder eine von euch eine Hotelbuchung über dieses Portal plant, dann könnte diejenige oder derjenige folgenden Link dafür nutzen: https://www.booking.com/s/1d3f6258 Nach dem entsprechenden Aufenthalt wird uns beiden 15 € von Booking.com überwiesen (die Buchung muss einen Wert von mindestens 30 € haben). 

Zurück zum Urlaub:

Wir lagen also zwei Tage lang unter Palmen am Strand und haben uns möglichst wenig mit fremden Leuten unterhalten. 

Danach wurden wir diesmal von einem Tuktukfahrer in den richtigen Bus nach Weligama gesetzt. Vermutlich würden wir die richtigen Busse auch selbst finden (an den meisten stehen die Ziele auch in lateinischen Buchstaben), aber die Menschen hier sind so unfassbar freundlich und hilfsbereit, dass sie einem alles mögliche abnehmen wollen.

Weligama ist beliebt bei Surfern und hat Nicht-Surfern wie uns nicht so viel zu bieten. Zudem ist es (für einen Surfer-Ort) erstaunlich schwierig dort abends ein Lokal zu finden was Alkohol ausschenkt. Meist kann man sich eigenes Bier mitbringen, was dann allerdings ziemlich schnell ziemlich warm ist.

Ohne großen Abschiedsschmerz haben wir Weligama per Tuktuk hinter uns gelassen und sind ca. 20 Kilometer Richtung Nordwesten gefahren. Wir sind jetzt in dem Gebiet mit den Resorts für Pauschaltouristen, etwa 2,5 Kilometer von uns entfernt befindet sich das sehr, sehr touristische Unawatuna. 

Das macht uns aber alles gar nichts aus, weil wir hier in einem Guesthouse mit nur drei Zimmern direkt am Strand sind und von anderen Touristen nichts mitbekommen. Dummerweise war das Zimmer nur für drei Tage zu haben, so dass wir hier bald wieder wegmüssen.

Und so sitzen wir hier im Schatten an unserem einsamen Strand und starren auf’s Meer. Für viel mehr Aktivitäten ist es auch viel zu heiß oder es fühlt sich zumindest so an.

Es ist alles ganz furchtbar 😉

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  1. Kirsten Müller