Österreichs Zugang zum Meer

Die Tage am einsamen Strand waren von vornherein gezählt und bevor unsere Gehirnzellen die Arbeit ganz eingestellt haben, saßen wir im Tuktuk nach Galle. 

Dort besichtigten wir die von den Holländern angelegte Altstadt samt Festung und tranken teuren Kaffee. Nach dem ganzen Tee in den letzten Wochen war das eine willkommene Abwechslung, zumal wir schön im Schatten unter einem Ventilator saßen. Ein bisschen getrübt wurde die Freude durch zwei ältere deutsche Pärchen, die auch teuren Kaffee tranken, den Preis aber ununterbrochen kommentieren mussten. 

Die Holländer hatten in Galle zum Beispiel diese hübsche Kirche gebaut:

In einem Museum haben wir haufenweise altes Zeug angeschaut, zum Beispiel diese verrostete Schreibmaschine. 

Nicht ganz so verrostet sind diese beiden Autos, die ganz normal auf der Straße standen und vermutlich fahrbereit sind. 

Der Chef kaufte dann noch Briefmarken bei der Post –  viel mehr war da allerdings nicht los. Jedenfalls spielt eine der Frauen auf dem einzigen Computer im Raum. 

Am nächsten Tag (gestern) liefen wir dann zum Busbahnhof um nochmal für anderthalb Tage an den Strand zu fahren. Angeblich gibt es auch Busfahrpläne, allerdings habe ich nie einen gesehen und bin mir auch nicht sicher, ob ich auf dessen Einhaltung vertrauen würde. Unser Ziel Induruwa ist nicht so wahnsinnig weit von Galle entfernt – da würde schon regelmäßig ein Bus hinfahren. 

Diesen Bus galt es im Gewusel des Busbahnhofs erstmal zu finden. Beruhigend war, dass alle Einheimischen, die wir nach „unserem“ Bus fragten, die selbe Antwort gaben: „Colombo bus“. Dieser stellte sich als die Luxusversion mit Klimaanlage heraus, was uns bei der Hitze ganz gut in den Kram gepasst hat. 

Etwa eine Stunde später waren wir dann in Induruwa oder besser gesagt im südlichsten Vorposten von Österreich. 

Wir bezogen unser Zimmer in einem kleinen (eher preiswerten) Hotel am Strand, setzten uns ins Restaurant um etwas zu trinken und stellten fest, dass all die Menschen um uns herum Rentner aus Österreich zu sein scheinen. 

Viele von denen wohnen in einem Ayurveda-Hotel nebenan und da scheint es kein Bier zu geben, jedenfalls sitzen von 10 Uhr bis 19 Uhr immer irgendwelche Menschen aus Österreich in Badebekleidung im Restaurant, trinken Bier und reden komisch. 😉 Da es ja insgesamt nicht so viele Österreicher gibt und wir von den Alpen  auch ganz schön weit weg sind, ist diese Häufung irgendwie seltsam, aber dann auch wieder nicht befremdlicher als die ganzen Deutschen und Franzosen und Russen, die wir in den letzten Tagen an unterschiedlichen Orten getroffen hatten. 

Jedenfalls ist es hier ganz schön und morgen brechen wir schon wieder auf zum letzten Ort der Reise – nach Colombo. 

2 Gedanken zu „Österreichs Zugang zum Meer

  1. An dieser Stelle ist anzumerken, das sie sehr viel Bier trinken und so am Abend kein kaltes Bier mehr da war. Ich hoffe darauf das es heute besser läuft!

  2. Ja Marcus, hier gibt es viel kaltes Bier und es schien jetzt schon 3 Tage lang die Sonne. So langsam zieht der Frühling ein. Ich weiß aber nicht, ob sich das bie zum 29.3. hält.

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