Yalla, yalla! 

Nach den kühlen Nächten und angenehmen Tagen im Hochland ist es hier in Tissa ziemlich heiß, dafür aber bisher trocken. Der Ort ist ein Ausgangspunkt für Ausflüge in drei Nationalparks, die sich in der Nähe befinden – einen der Parks wollten wir besichtigen und deshalb sind wir hier. 
Im Hotel werden uns auch gleich Touren angeboten und weil es uns sowieso schwer fallen würde die guten von den schlechten Anbietern zu unterscheiden, buchen wir die Tour gleich hier. Eigentlich wollten wir den weniger besuchten (und weniger großen) Budala-Park besuchen, das wurde uns aber erfolgreich ausgeredet und nun hatten wir eine Buchung für den Yala-Nationalpark am nächsten Tag. Der Haken an der Sache: die Tour sollte um 4:30 Uhr starten. 

Unser Hotel hat vier Zimmer und am Abend sind die alle belegt – mit Deutschen. Mit unseren Zimmernachbarn aus Karlsruhe tranken wir dann das eine oder andere Bier – die beiden freuten sich, dass endlich auch mal andere mehr als ein Bier trinken und sie nicht immer komisch angeguckt werden (?) 

Marcus und ich freuen uns, dass wir diesmal die weitgereisten Globetrotter sind, die um ihren dreiwöchigen Urlaub beneidet werden, während andere nur zwei Wochen Zeit und noch nicht ganz so viel von der Welt gesehen haben. In Südostasien hatten wir es sonst meist mit Weltreisenden zu tun, die Geschichten von den entlegensten Ecken der Erde erzählten und stinknormale Urlauber nur müde belächelten. 

Morgens um vier klingelte dann der Wecker, um 4:20 Uhr gab es Tee und 10 Minuten später saßen wir zu sechst im Auto (die anderen beiden Hotelgäste waren mit einem anderen Wagen unterwegs, weil die jeweils nur 6 Plätze haben. 

So sah das Auto aus (das Foto ist erst später entstanden, da es um 4:30 Uhr noch stockduster war). 

Im Yala-Park kann es morgens wohl ziemlich voll werden und so wollte unser Fahrer als erstes dort sein, damit wir nicht den ganzen Tag nur andere Autos sondern auch ein paar Tiere sehen würden. Also raste er mit einem Affenzahn durch die Nacht. Als auf einmal eine Kuh vor uns auf der Straße stand und blöde glotzte, hat er sich aber offenbar mächtig erschrocken (ich mich auch) und die nächsten Kilometer ging es dann etwas weniger halsbrecherisch zu. Dafür waren wir dann aber auch nicht die ersten am Ticketschalter. Der machte allerdings sowieso erst in einer Stunde auf und so standen wir da in der Dämmerung rum. 

Um sechs öffnete der Park seine Tore und wir fuhren die nächsten Stunden auf rumpeligen Pisten hindurch. Dabei haben wir eine Menge Tiere gesehen: viele verschiedene Vögel, Warane, Krokodile, Rehe, Hirsche, Wildschweine, Hasen, Wasserbüffel und Elefanten. 

An einer Stelle kamen wir ein paar Elefantenkühen mit Jungtieren ziemlich nahe (oder sie uns) und als ein Elefant nur noch eine Armlänge von mir entfernt war und ziemlich unruhig wirkte, wurde es mir doch mulmig, zumal unser Auto komplett von anderen Fahrzeugen zugeparkt war und wir nicht weg konnten. Die Fahrer wirkten alle unbesorgt und wahrscheinlich war die Situation nicht wirklich gefährlich, aber weder wir noch die Elefanten (nehme ich an) haben uns so richtig wohlgefühlt in dem Moment. 

Den Rest des Vormittags hat unser Fahrer dann zu anderen Autos eher Abstand gehalten, nachdem er festgestellt hatte, dass wir nicht um jeden Preis etwas sehen mussten, wenn das die Tiere stresst. Und 20 Autos rund um 5 Elefanten ist vermutlich stressig für die Tiere. 

Im Park lebt auch eine große Anzahl an Leoparden – von denen haben wir allerdings keinen zu Gesicht bekommen. Dennoch war der Ausflug auf jeden Fall lohnenswert – die Elefanten in freier Wildbahn beim Baden zu beobachten war auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis. Als nächstes stand dann allerdings erstmal ein Mittagsschlaf auf dem Programm… 

3 Gedanken zu „Yalla, yalla! 

  1. Der Wasserbüffel sieht ja entspannt aus. Seid Ihr auch schon in diesr Phase?

    1. Die Wasserbüffel im Park sehen alle so entspannt aus – ganz so weit sind wir noch nicht, aber auf einem guten Weg. Ey geht nämlich jetzt ans Meer.

    2. Die Wasserbüffel im Park sehen alle so entspannt aus – ganz so weit sind wir noch nicht, aber auf einem guten Weg. Es geht nämlich jetzt ans Meer.

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