Bloß nicht bewegen!

Für den Tag nach der lehrreichen Tempelführung hatten wir Busticktets nach Sihanoukville gekauft. Wir wollten ans Meer. Da Sihanoukville vor drei Jahren schon wirklich scheußlich war (vom Otres2-Strand mal abgesehen), sollte es dann gleich weiter auf eine der vorgelagerten Inseln gehen. Da waren wir in den vergangenen Jahren noch nicht.

Die Fahrt von Siem Reap würde lang werden und durchgehende Busse gibt es hauptsächlich nachts. Man hat dann die Wahl zwischen „Luxury Bus“, „Sleeper Bus“, „Hotel Bus“ und Minivan. Letzteres fällt schon mal aus. In alles was „Mini“-Irgendwas ist in Asien passen durchschnittlich große Europäer nicht rein. Den Unterschied zwischen den anderen Arten konnte ich nicht herausfinden. Die Dame vom Hotel empfahl uns erst eine Busgesellschaft, nachdem diese schon ausgebucht war, buchte sie irgendwas anderes, was dann günstiger war als gedacht. Nun ist günstiger ja nicht so oft qualitativ hochwertiger, aber da ich ja sowieso keine Ahnung hatte, was sie gebucht hatte, hoffte ich einfach das beste. Mehr als 12 Stunden sollte das Ganze wohl nicht dauern, die vergehen ja auch irgendwie.

Da es sich um einen Nachtbus handelte, fuhr der auch erst Abends. Und so verbrachten wir einen kompletten Tag am Hotelpool, immer darauf bedacht uns möglichst wenig zu bewegen. Denn es war sehr warm und das Wasser im Pool war nur unwesentlich weniger warm.

Irgendwann war der Tag rum, wir wurden abgeholt und zur Busstation gebracht, wo es dann einige Verwirrung mit unserem Ticket gab. Das klärte sich und wir bezogen unseren Schlafplatz im Hotelbus. Wie es zu dem Namen kam ist mir ein Rätsel.

Der Hotelbus hatte Doppelstockbetten, die eher nicht so lang waren. Bei meiner Größe klappte das mit dem halbwegs bequem liegen, aber viel größer als 172 cm sollte man wohl nicht sein. In dem Bus gab es auch eine Toilette (unglücklicherweise genau neben unserem Bett) und die war … ähm … interessant. Zumal man im Bus nicht mit Schuhen laufen durfte und die Toilette somit theoretisch barfuß aufsuchen musste.

Trotz allem konnte ich ganz gut schlafen, der Chef eher nicht so. Dafür konnte er mir dann erzählen, wer in der Nacht alles so zugestiegen war und was sich sonst so abgespielt hatte.

Sihanoukville machte dann einen noch fürchterlicheren Eindruck als vor 3 Jahren und so waren wir froh, dass wir nur schnell zum Pier fuhren und dort „einfach“ nur das richtige Boot besteigen mussten.

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