Montag, 08. April 2019

Ab heute muss ich also wegen Bauarbeiten für gut 6 Wochen anders zur Arbeit fahren als üblich. Das sollte kein Problem sein, die andere Strecke ist weder länger noch sonst irgendwie schlechter. Das ist auch die Variante, die ich immer für den Heimweg nehme.Morgens stresst sie mich aber mehr. Und ich will ja nicht gestresst sein und überhaupt mag ich meine Routinen.Die Birkenpollen legen einen Zahn zu (hab ich den Eindruck, außerdem sagt das die Pollenflugapp). Also rüste ich medikamentös auf.“Heuschnupfen“ klingt übrigens viel zu niedlich dafür, dass man sich wochenlang krank fühlt. Zumal ich persönlich kaum Schnupfen habe, dafür aber alle anderen Symptome.Abends bekomme ich dann Fieber. Das hat vermutlich nichts mit dem Heuschnupfen zu tun, fühlt sich aber auch nicht so gut an.

Dienstag, 09. April bis Freitag, 12. April 2019

Ich liege krank im Bett. Erst mit Fieber, dann ohne.Dabei höre ich sehr viele Podcasts und stricke eine Decke für angekündigten Familienzuwachs im näheren Umfeld. Bis zur Geburt ist aber noch ein bisschen Zeit, ich kann also langsam stricken.Am Freitagabend fällt mir die Decke (die sprichwörtliche, nicht die gestrickte) auf den Kopf und ich überrede die Mitbewohner zum Kneipenbesuch. Ich bin einigermaßen vernünftig, steige bald auf Club Mate um und gehe dann ins Bett. Die Herren stürzen sich sehenden Auges ins samstägliche Katervergnügen.

Samstag, 13. April 2019

Immer noch schlapp, aber immerhin nicht verkatert wurschtel ich vor mich hin. Mitbewohner D. möchte trotz Kater wie angekündigt mit meiner Hilfe seine Gardinen kürzen. Gesagt, getan.Ich nehme das zum Anlass eins der hier rumliegenden Nähprojekte zu beenden und nähe ein paar Knöpfe an. Das war es schon. Nur noch zwei unfertige Projekte. Die will ich unbedingt fertig stellen, bevor ich was neues anfange. Allerdings macht etwas neues anfangen viel mehr Spaß als Hosen säumen oder Knopflöcher in sehr dünne Blüschen nähen…Dann war der Tag auch schon wieder rum.

Sonntag, 14. April 2019

Endlich Regen! Das freut nicht nur die Landwirte, sondern auch die Allergiker. Vor allem die, die sich außerdem noch mit den Resten einer Bronchitis rumquälen. Leider ist es aber auch ziemlich kalt und ungemütlich draußen.Ich bin mit meiner Mutter in Oberschöneweide verabredet. Wir sind dort für eine Führung durch die Fotoausstellung „Die Ostdeutschen“ (gezeigt werden Fotografien von Roger Melis) angemeldet.Natürlich bin ich viel zu früh dort, aber ebenso natürlich ist auch meine Mutter schon da.Sowohl die Ausstellung als auch die Führung sind sehr interessant. Danach gehen wir um die Ecke noch einen Kaffee trinken, meine Mutter erzählt von der Entscheidung ein Pflegeheim für Opa zu suchen. Ich finde das wichtig und richtig und verstehe doch, dass das alles nicht ganz einfach ist. Alt sein ist nichts für Anfänger.Mit der Straßenbahn geht es zurück in den Friedrichshain, zurück auf die Couch. Viel mehr passiert hier heute nicht mehr.