Vorfreude

Foto eines Reiseführers für Myanmar

Nächste Woche fahre fliege ich in den Urlaub und die Vorfreude ist groß. Wegen Krankheit und Reha habe ich in den letzten Monaten gar nicht so viel gearbeitet – die kleine Preußin, die in mir wohnt, findet sogar, ich hätte mir den Urlaub vielleicht gar nicht richtig verdient. Das hindert mich aber nicht daran mich auf Sonne, Freizeit und neue Eindrücke zu freuen.

Es geht mal wieder nach Südostasien, genauer gesagt nach Myanmar. Wenn ich das erzähle, dann kommt als nächstes häufig die Frage:

Wo liegt Myanmar eigentlich?

Ich habe da mal was vorbereitet:

Im Detail sieht das dann so aus:

Karte von Myanmar und seinen Nachbarstaaten

Schon wieder Asien?

Das ist dann die nächste Frage. Ja, immer gern! Seitdem ich 2009 mit drei Freunden (noch ohne Blog) durch Vietnam gereist bin, kann ich von Asien nicht genug bekommen. Seitdem war ich mit dem Chef in Malaysia (2012), Kambodscha (2014 und 2016), Indonesien (2015), Sri Lanka (2017) und Laos (2018). Den „Banana Pancake Trail“ haben wir also fast durch. Es fehlt eigentlich nur Thailand – außer Bangkok habe ich dort noch nichts gesehen.

Außerdem waren wir Ende 2017 in Israel, was ja rein geographisch auch zu Asien zählt.

Faszination Asien

Ich bin ja nun nicht die einzige, die es immer wieder nach Asien zieht. Was andere so an Asien fasziniert oder was die Region(en) als Reiseziel für sie interessant macht, kann man zum Beispiel bei der Blogparade „Faszination Asien“ nachlesen.

Meine Asienerfahrung beschränkt sich ja – mit Ausnahme von Israel (was hier irgendwie nicht richtig zählt) und Sri Lanka – auf Südostasien. Es ist ja noch ganz viel Asien „übrig“, z.B. China oder Indien. Die Mongolei oder die ehemaligen asiatischen Sowjetrepubliken. Japan und die Koreas. Es gibt also noch viel zu sehen.

Nach Vietnam und später nach Malaysia und Kambodscha sind wir gefahren, weil dort das Wetter gut und die Preise niedrig waren. Wir wollten Flip-Flop-Wetter, Palmen und Unterkünfte, die wir uns leisten können. Das Urlaubsbudget ist in den letzten Jahren gestiegen, die Lust auf (Sub-) Tropen im Winter, auf Tempel und Palmen und auf tiefenentspannte Einheimische nicht.

Von Vietnam war ich anfangs total überfordert. Von der Hitze, von dem Regen, von den Gerüchen und von den vielen Leuten. Ich hab mich kaum getraut eine Straße zu überqueren und habe gleich am 2. Tag gelernt, dass eine Lichthupe nicht bedeutet, dass der Autofahrer dich gern vorbeilassen möchte. Nach ein paar Tagen, als der erste Schock vorbei war, fing ich dann an es zu genießen. Das Essen, die Landschaft, die Kultur, die Geschichte. Mit meinen Reisebegleitern musste ich damals auch ständig einkaufen gehen, das habe ich nicht so sehr genossen 😉 An unserem letzten Tag in Ho-Chi-Minh-Stadt haben wir jeden einzelnen Converse-Laden aufgesucht, den es dort gab… Ist 10 Jahre her, aber das Trauma sitzt offenbar tief.

Das Beeindruckendste an Malaysia war unser Trek durch den Dschungel. Den alle anderen Guides wegen schlechter Bedingungen abgesagt hatten, nur unserer nicht. Von den Strapazen dieses Ausflugs haben wir uns dann am Strand von Pulau Perhentian Kecil ausführlich erholt.

be aware of coconut

Mein Herz verloren habe ich an / in Kambodscha und ich kann gar nicht so genau sagen warum. Zum einen ist da natürlich Angkor Wat, das ich besuchen wollte sobald ich das erste Mal davon gelesen hatte (das war so ungefähr 1999 in einer Ausgabe des „National Geographic“). Aber auch das relativ hässliche und wirklich anstrengende Phnom Penh hat mich begeistert. Und am Strand bei Sihanoukville lässt es sich auch aushalten.

am Strand Otres II in Kambodscha

In Indonesien waren wir zuerst auf Java und sehr überrascht, dass wir als westliche Touristen dort solch eine Sehenswürdigkeit waren. Wir wurden sehr viel angestarrt, fotografiert und von Schulkindern in Gespräche verwickelt. Die Schüler und Schülerinnen wollten mit uns ihr Englisch verbessern. Außerdem haben wir dort alte Tempelanlagen und aktive Vulkane besucht. Hinterher ging es noch für eine Woche auf die Nachbarinsel Bali – da war ich allerdings krank und habe nicht viel gesehen. Soll ja sehr schön sein, die Insel 😉

Sri Lanka bleibt in Erinnerung z. B. weil wir dort einmal Elefanten ein bisschen zu nah gekommen waren und ein Hotelmitarbeiter uns mit seiner Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft überwältigt hat. Schöne Strände gibt es dort auch.

Ein Elefant in Sri Lanka

Laos ist das einzige Binnenland in Südostasien – dafür gibt es dort einen großen Stausee, jede Menge Flüsse und ein paar Wasserfälle. In Erinnerung bleibt eine Kanutour auf dem Mekong mit einer Gruppe fremder Frauen und die anschließende Happy Hour. Die Altstadt von Luang Prabang war sehr anders als erwartet und so entspannt und schön, wie kaum eine andere asiatische Stadt, die ich kenne.

Wasserfall in Laos

In all den Jahren ist nie irgendwas richtig doofes passiert. Manche Ecken waren schöner als andere, manche Erfahrungen hätte man sich lieber erspart und andere Sachen würde man so vielleicht nicht nochmal machen. Aber so richtig negativ war eigentlich nichts. Und was ist schon eine unbequeme Busfahrt, ein verschimmeltes Hotelzimmer oder ein unverschämt hoher Preis für Gewürze im Vergleich zu all den positiven Erinnerungen?

Ganz egal wie es mir in Myanmar gefallen wird, ich nehme an, dass das nicht mein letzter Besuch in Asien sein wird. Wie gesagt gibt es dort ja noch viel zu entdecken. Dummerweise interessieren mich die anderen Teile der Erde allerdings auch. Australien und Neuseeland, Afrika, Süd- und Mittelamerika. Eigentlich muss ich nur rausfinden, wie ich gleichzeitig an genügend Zeit und Geld für die ganzen Reisen komme …

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